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Lasertherapie

Low-Level-Lasertherapie

Bei der Low-Level-Lasertherapie wird Laserlicht gezielt an ausgewählten Körperbereichen oder Punkten eingesetzt. Je nach ärztlicher Beurteilung stehen in der Ordination drei unterschiedliche Anwendungsformen zur Verfügung: die großflächige Laserdusche, die punktgenaue Behandlung mit Lasernadeln sowie eine Laseranwendung am Handgelenk nach Weber.

Welche Form geeignet ist, wird individuell auf die jeweilige gesundheitliche Situation und das Behandlungsziel abgestimmt.

Gezielte Anwendung von Laserlicht

Die Low-Level-Lasertherapie wird heute auch als Photobiomodulation bezeichnet. Dabei wird Laserlicht definierter Wellenlängen gezielt auf ausgewählte Körperbereiche oder Punkte gerichtet. Im Unterschied zu chirurgischen Lasern wird das Gewebe bei den hier beschriebenen Anwendungen weder geschnitten noch abgetragen. Der Lichtreiz beeinflusst biologische Vorgänge im behandelten Gewebe ohne eine thermische Schädigung hervorzurufen. (WALT)

In der Ordination kommen unterschiedliche Formen der äußerlichen Laseranwendung zum Einsatz. Die Auswahl richtet sich nach der medizinischen Fragestellung, der zu behandelnden Region und dem individuellen Behandlungskonzept.

Drei unterschiedliche Anwendungsformen

Laserdusche

Bei der Laserdusche wird das Laserlicht über einen flächigen Applikator auf einen größeren Körperbereich verteilt. Dadurch kann eine Region gleichmäßig behandelt werden, anstatt das Licht ausschließlich auf einzelne Punkte zu richten.

Die Anwendung erfolgt von außen. Die Haut bleibt dabei unverletzt. Je nach Behandlungsziel können unterschiedliche Einstellungen (Frequenzen) und Bestrahlungszeiten gewählt werden.

Lasernadeln und Laserakupunktur

Lasernadeln ermöglichen eine besonders punktgenaue Anwendung des Laserlichts. Dabei werden feine Lichtleiter beziehungsweise Laser-Applikatoren an ausgewählten Akupunktur-Punkten auf der Haut positioniert. Anders als bei der klassischen Nadelakupunktur wird die Haut nicht mit einer Metallnadel durchstochen.

Die Laserakupunktur kann je nach Situation als Ergänzung oder Alternative zur klassischen Nadelstimulation in das individuelle Akupunkturkonzept aufgenommen werden.

Laseranwendung am Handgelenk nach Weber

Bei dieser Anwendungsform wird ein speziell dafür vorgesehenes Weber-System am Handgelenk angelegt. Die im Gerät angeordneten Dioden geben Laserlicht unterschiedlicher Wellenlängen an das Blut, welches in beiden Arterien des Handgelenks fließt, ab – ähnlich dem Hämo - Laser.

Die Anwendung erfolgt in Ruhe und kann – nach individueller ärztlicher Beurteilung – als Bestandteil eines umfassenderen Behandlungskonzeptes eingesetzt werden.

Behandlung, Sicherheit und ärztliche Beurteilung

Wie läuft eine Behandlung ab?

Vor der ersten Anwendung wird besprochen, welches gesundheitliche Anliegen besteht und ob eine Lasertherapie dafür grundsätzlich geeignet erscheint. Dabei werden auch mögliche Gegenanzeigen und medizinische Besonderheiten berücksichtigt.

Anschließend wird die geeignete Anwendungsform ausgewählt:

  • flächige Behandlung mit der Laserdusche,
  • punktgenaue Behandlung mit Lasernadeln oder
  • Anwendung am Handgelenk nach Weber.

Die Applikatoren werden an der vorgesehenen Stelle positioniert und die Behandlungsparameter entsprechend dem ärztlichen Behandlungskonzept eingestellt. Die Dauer einer Sitzung und die Zahl der erforderlichen Anwendungen können je nach Ausgangssituation unterschiedlich sein. Eine pauschale Anzahl von Behandlungen lässt sich daher nicht im Voraus festlegen.

Sicherheit bei der Laseranwendung

Zum Einsatz kommt ein Low-Level-Lasersystem der Laserklasse 3B. Die Bezeichnung „Laserklasse 3B“ ist eine technische Sicherheitsklassifikation. Sie beschreibt das mögliche Gefährdungspotenzial des Laserstrahls, insbesondere für die Augen, und ist keine Aussage über den zu erwartenden Behandlungserfolg.

Bei direkter Bestrahlung kann ein Laser der Klasse 3B bereits innerhalb kurzer Zeit eine Augenschädigung verursachen. Die Behandlung erfolgt deshalb kontrolliert und unter Einhaltung der für das Gerät vorgesehenen Schutzmaßnahmen. Dazu gehört insbesondere ein geeigneter Augenschutz.

Individuelle ärztliche Beurteilung

Nicht jede Form der Lasertherapie ist für jede Patientin, jeden Patienten oder jedes Beschwerdebild gleichermaßen geeignet. Welche Anwendung gewählt wird, hängt unter anderem von der medizinischen Ausgangssituation, der behandelten Region und dem angestrebten Therapieziel ab.

Die Lasertherapie kann Bestandteil eines individuell zusammengestellten Behandlungskonzeptes sein. Sie ersetzt keine notwendige medizinische Diagnostik oder anderweitig erforderliche Behandlung. Ein bestimmter Behandlungserfolg kann nicht zugesagt werden.

Häufige Fragen

Sind Lasernadeln echte Nadeln?

Nein. Bei den hier beschriebenen Lasernadeln handelt es sich um feine Laser-Applikatoren, die auf der Haut positioniert werden. Die Haut wird nicht durchstochen.

Ist die Laserakupunktur dasselbe wie klassische Akupunktur?

Bei beiden Verfahren können ausgewählte Akupunkturpunkte behandelt werden. Bei der klassischen Akupunktur erfolgt die Stimulation mit Metallnadeln, bei der Laserakupunktur mit gezielt eingesetztem Laserlicht. Laser Akupunktur ist nicht für alle Indikationen geeignet.

Wie viele Behandlungen sind erforderlich?

Das hängt von der jeweiligen Ausgangssituation, dem Behandlungsziel und dem individuellen Verlauf ab. Nach dem ärztlichen Erstgespräch kann eine erste Einschätzung gegeben werden.

Was bedeutet Laserklasse 3B?

Die Laserklasse beschreibt die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen. Da direkte Laserstrahlung insbesondere die Augen gefährden kann, wird während der Behandlung ein geeigneter Augenschutz verwendet.

Kann die Lasertherapie mit anderen Behandlungen kombiniert werden?

Je nach medizinischer Situation kann sie in ein umfassenderes Behandlungskonzept integriert werden. Welche Kombination sinnvoll ist, wird individuell ärztlich beurteilt.